Warum wir lieber Probleme streicheln, anstatt Lösungen anzupacken.
Es gibt Sätze, die begegnen mir im Alltag so oft, dass ich sie mittlerweile innerlich mitsinge.
Einer davon ist: „Wir haben da ein Problem.“
Ich höre das überall: Bei Kunden in Meetings. In Trainings mit Führungskräften. Im Supermarkt. In Banken, Versicherungen, Behörden – der Klassiker. Und ich höre sie nicht erst jetzt, sondern habe es auch vor einigen Jahren gehört.
Es ist also kein Neuzeitphänomen.
Es scheint fast, als hätten wir uns kollektiv darauf geeinigt, dass Probleme unsere beste Unterhaltung sind.
Kaum ist eins gelöst, steht das nächste schon parat. Wie die nächste Folge einer schlechten Serie, die man trotzdem weiterschaut.
Und ich weiß nicht woran das liegt?
Liegt es an uns, an unseren Mitmenschen oder einfach an unserer Mentalität?
Und was passiert eigentlich, wenn wir das Problem beim Namen nennen oder jemand kommt mit einem Lösungsansatz?
Oder es wird gefragt: „Wie kommen wir da raus?“
Meistens nicht. Stattdessen passiert Folgendes:
Das Problem wird analysiert, visualisiert, es wird ein Arbeitskreis gegründet, das Thema kommt auf die Agenda des nächsten Meetings.
Und dann… wird das Problem nochmal ausführlich totdiskutiert.
Am Ende des Tages sind wir schlauer über das Problem – aber nicht einen Millimeter näher an der Lösung.
Statt Lösungen zu finden, suchen wir nach Gründen, warum etwas nicht funktioniert.
Wir blockieren uns selbst – und das mit Ansage.
Warum ist das so? Warum scheuen wir Lösungen?
Ich habe lange darüber nachgedacht, weil es mich wirklich beschäftigt. Auch früher, wenn ich Lösungsvorschläge gebracht habe, wurde ich wirklich missgünstig angeschaut und es hieß:
„Ja, aber dann gibt es noch Problem a, b, c und D“.
Die Lösung ist also nicht so einfach.
Oft hatte ich wirklich das Bild: Ich im Hamsterrad und drehe durch. Dabei dachte ich:
Ist es Bequemlichkeit?
Die Angst, Verantwortung zu übernehmen?
Oder einfach Gewohnheit?
Manchmal dachte ich, es gibt womöglich nicht so viel in Meetings zu besprechen und deshalb reden wir einfach um den heißen Brei – und das ganze drei Wochen lang in jedem Meeting.
Jetzt jedoch glaube ich: Es ist eine Mischung.
Eine Lösung bedeutet nämlich immer:
Wir müssen handeln. Und handeln bedeutet: Entscheidungen treffen, Risiken eingehen und Verantwortung übernehmen.
Das fühlt sich unbequem an. Und bevor wir etwas tun, das unbequem ist, bleiben wir doch lieber beim gemütlichen Problem-Talk.
Denn so ein Problem hat auch Vorteile:
➤ Es fordert nichts von uns.
➤ Es gibt uns das Gefühl, beschäftigt zu sein.
➤ Es lässt sich wunderbar analysieren, ohne dass man sich bewegen muss.
Auf der anderen Seite kostet uns das aber auch gute Mitarbeitende, das Betriebsklima, Nerven sowie Zeit und Geld, die wir woanders reinstecken könnten – und ich hoffe, nicht nur in einen Obstkorb. 😉
Deshalb wünsche ich mir mehr Mut zur Lösung.
Oder dass einfach mal gesagt wird:
„Komm, wir probieren’s einfach aus.“
„Was wäre der erste machbare Schritt?“
„Lass uns machen – und dann verbessern.“
Perfekt ist überbewertet.
Funktionierend reicht erstmal.
Denn Lösungen entstehen im Tun – nicht im Denken.
Ich weiß: Das klingt einfach.
Und trotzdem tun es die wenigsten.
Warum?
Weil Veränderung immer bei uns selbst beginnt.
Und die ist bekanntlich der härteste Gegner.
Für alle, die sich nicht mehr im Kreis drehen wollen.
Für Menschen, die wissen:
„Ich hänge fest – und brauche einen klaren Impuls.“
DU kannst es lösen – und zwar einfach:
Mit Klarheit, konkreten Schritten, Analysen, Zielsetzung, mit einer SMART- oder SWOT-Analyse, Weiterbildung oder auch mit kurzen Sessions, wo du dich austauschen kannst, wenn du mal nicht weiter weißt.
Zum Beispiel in einer klar strukturierten 90-Minuten-Session, in der wir gemeinsam Lösungen greifbar machen – direkt, effektiv und auf den Punkt.
Aber einfach dasitzen und das nächste Meeting zum Problem machen – das ist keine Lösung.
Du willst raus aus dem Gedankenkarussell?
Du willst nicht nur reden, sondern machen?
Du brauchst einen Impuls, der dich weiterbringt?
Dann ist die 90-Minuten-Session genau das Richtige für dich.
Gemeinsam schaffen wir in kurzer Zeit Klarheit, entwickeln erste Schritte und bringen Lösungen auf den Punkt – direkt, ehrlich, wirksam.
